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AEG

Die Allgemeine Elektrizität-Gesellschaft (AEG) wurde 1887 in Berlin gegründet und gehörte zu den bedeutendsten Unternehmen im Bereich der Elektrotechnik. Obwohl das Unternehmen 1996 aufgelöst wurde, werden die „aus Erfahrung guten“ Produkte durch den schwedischen Haushaltswarenkonzern Electrolux weiterhin unter dem Markennamen AEG gehandelt. Entstanden ist AEG durch Emil Rathenau, der die deutschen Patente Thomas Edisons für Glühlampen erwarb. Aus der hierfür gegründeten Edison-Gesellschaft, entwickelten sich die Berliner Elektricitäts-Werke und die technische Seite übernahm die AEG.

AEG ist visionäres Industriedesign

Als AEG mit der Produktion von Haushaltsgeräten begann, nannte man solche Geräte noch „Weiße Ware“, abgeleitet von der einheitlichen Produktgestaltung. 1907 übernahm Professor Peter Behrens für die AEG die künstlerische Beratung und zwar hinsichtlich des Produktdesigns aber auch für Grafik, Werbung und Architektur. Er gilt als Begründer der Corporate Identity und arbeitete mit Größen wie Le Corbusier und Walter Gropius zusammen. Seine Designphilosophie prägten sowohl Unternehmen als auch Produkte. Seine schlichte Überzeugung war es, dass jedes Produktdesign die Geschichte und Erfahrung enthalten muss, aus der es entstanden ist. Dies führte zu einem einheitlichen Designverständnis, das konsequent weiterentwickelt wurde. Industrielles Design auch für Gebrauchsobjekte erfuhr durch ihn erstmals zweierlei Gewicht – Funktion und Ästhetik. Der Leitsatz des Unternehmens lautet heute nicht zufällig: Perfekt in Form und Funktion.

AEG – Ideen unter gutem Namen

Im Jahr 1900 erfindet die AEG den Haartrockner und bringt ihn unter dem Namen Fön heraus, der heute als Gattungsname für solche Produkte gilt. Außerdem entwickelte AEG 1935 das weltweit erste Tonbandgerät Magnetophon, dessen Name ebenfalls häufig synonym für Tonbandgeräte genutzt wurde. Das ab 1928 als Schau- und Verkaufsgebäude genutzte Tacheles in der Oranienburger Straße avancierte durch die AEG zum Haus der Technik.