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Villeroy & Boch
Der königliche Kanonengießer Francois Boch wagt 1748 einen beruflichen Neuanfang und beginnt mit seinen drei Söhnen Keramikgeschirr herzustellen. Während die Bochs in ihrer Manufaktur im luxemburgischen Septfontaines Maßstäbe für die frühindustrielle Serienproduktion setzen, gehört Nicolas Villeroy aus dem saarländischen Vaudrevange (Wallerfangen) zu den ersten Keramikproduzenten, die mit Kohle als Brennstoff arbeiten. Beide Unternehmen brillieren mit Kreativität und Innovationsgeist: Pierre-Joseph Boch entwickelt beispielsweise 1770 den weltweiten Tischgeschirr-Evergreen „Alt Luxemburg“ und Villeroy kann ab 1815 seine Produkte durch die Einführung des Kupferdruckverfahrens günstiger anbieten. Als Jean-Francois Boch 1809 eine ehemalige Benediktiner-Abtei in Mettlach an der Saar zum Firmensitz ausbaut, rücken die nun schon in der zweiten und dritten Generation geführten Konkurrenz-Unternehmen räumlich zusammen. Als Visionäre bündeln sie ihre Stärken und fusionieren 1836 zu Villeroy & Boch und schaffen damit einen der ersten Global Players des 19. Jahrhunderts.





